- Wer sind Sie und was machen Sie?
Lassen Sie mich Ihnen zunächst einmal herzlich dafür danken, dass Sie mir und anderen mit dieser neuen Plattform die Gelegenheit bieten, uns und unsere Arbeit vorzustellen. Mit diesem Projekt leisten Sie einen sehr wertvollen Beitrag.
Nun, wer bin ich? Das ist eine sehr grundlegende Frage, auf die es selbstverständlich nur eine vorläufige Antwort geben kann, denn schließlich entwickle ich mich immer weiter – das habe ich mir jedenfalls fest vorgenommen. Und auch wenn ich im Laufe der Jahre sehr viel über mich gelernt habe und glaube, mich schon ganz gut zu kennen, überrasche ich mich doch jeden Tag aufs Neue.
Beginnen wir mit eine paar einfachen Daten: Mein Name ist Jürgen Tesch, ich bin 47 Jahre jung, ausgebildeter Speditionskaufmann (unter anderem war ich schon in so namhaften Unternehmen wie DHL, TNT und Schenker beschäftigt) und zurzeit selbstständig im Bereich Softwareverkauf und -support, sowie als Autor und Blogger. Gemeinsam mit meiner Lebensgefährtin Ulrike lebe ich in Ringsheim, einem kleinen Ort am Rande des Schwarzwalds und ganz in der Nähe des Kaiserstuhls. Von unserem Balkon aus haben wir einen freien Blick auf die Vogesen und zum nur 3 Kilometer entfernten Europapark, Deutschlands größtem Freizeitpark, der vielen sicher bekannt ist.
Ich bin sehr naturverbunden. Zu meinen privaten Interessen zählen deshalb neben dem Bloggen und Schreiben vor allem das Wandern und das Fotografieren. Eine Auswahl meiner Aufnahmen kann man sich auf meiner Seite ansehen. Außerdem bin ich eine regelrechte Leseratte, wobei ich vor allem anregende und aufbauende Bücher liebe; Bücher, die in mir die Freude am Leben und die Sehnsucht nach dem Guten steigern; Bücher, die mich herausfordern und weiter bringen. Sie gehören zu meinen besten Freunden. Ihnen verdanke ich viele glückliche Stunden meines Lebens und aus ihnen habe ich auch manches Brauchbare gelernt. Viele der in meinen Beiträgen festgehaltenen Einsichten habe ich aus Büchern gewonnen.
Diese Beschäftigungen passen auch sehr gut zu mir, denn von Natur aus bin ich eher einer der ruhigen und zurückhaltenden Menschen. Ich lebe sehr zurückgezogen und verbringe viele Stunden allein, in denen ich eben lese und schreibe oder auch Musik höre. Es gab Zeiten, da konnte ich mir gut vorstellen, als Einsiedler zu leben, irgendwo auf einer einsamen Berghütte, die ich nur verlassen hätte, um mich mit Büchern und Lebensmitteln zu versorgen. Heute würde ich diese Hütte natürlich mit meiner Lebensgefährtin Ulrike teilen, denn ich habe inzwischen gelernt, wie schön und bereichernd das Zusammensein mit ihr ist.
Wenn Sie sich ein Bild von mir machen wollen, dann stellen Sie sich eine verborgene Quelle vor, die in unsichtbarer Tiefe strömt und in ihrem Strom Geheimnisse mit sich trägt, immer bereit, im Übermaß hervorzusprudeln, nährend und lebenspendend für jeden, der tiefer gräbt. Den größten Teil meines bisherigen Lebens glich ich in gewisser Weise dieser Quelle im Verborgenen. Ich bin der geborene Philosoph und will alles wissen und verstehen und gehe den Dingen gerne auf den Grund. Das brachte mich dann schließlich auch zum Internet.
Durch meine Aktivitäten im Netz fand ich den für mich idealen Weg, meinem Wesen entsprechend zu leben und gleichzeitig ein wenig aus meinem Schneckenhaus herauszukommen und meine Gedanken und meine vielfältigen Talente auf www.leben-lernen-lieben.de mit der Welt zu teilen.- Was bedeutet das Internet für Sie?
- Wie gesagt, dient mir das Internet in erster Linie dazu, meine Erkenntnisse mit der Welt zu teilen. Da muss ich jetzt etwas weiter ausholen. Ich beschäftige mich schon sehr lange mit den wesentlichen Fragen des Lebens, weil ich von Natur aus sehr wissbegierig bin. Wann das anfing, kann ich gar nicht so genau sagen. Natürlich habe ich wie wir alle als Kind meine „Warum“-Fragen gestellt. Tiefer ging das aber erst später. Erst als Erwachsener wollte ich wissen, was ein glückliches Leben ausmacht und wie ich selbst besser leben kann.
Das hatte auch mit meinem früheren Beruf zu tun. Wie Sie sich vielleicht vorstellen können, geht es im Transportgewerbe äußerst hektisch zu. Da ist keine Rede von „Achtsamkeit“ und „Geduld“, ganz im Gegenteil. Und da ich mich in diesem Job oft buchstäblich verbiegen musste, um seinen Anforderungen zu genügen, kam es irgendwann zu dem Punkt, an dem ich total ausgebrannt war und spürte, dass es so nicht weitergehen konnte. Das alles entsprach so gar nicht meinem wahren Wesen. Das und noch ein paar andere, damit zusammenhängende Faktoren wie eine zerbrochene Beziehung und ein Berg von Schulden führten schließlich dazu, dass ich mich 1997 von diesem „Leben“ verabschiedete und für ein Jahr ausstieg. Den Beginn meiner Reise habe ich in meinem Bericht Zum Leben erwacht ausführlich beschrieben: http://www.leben-lernen-lieben.de/downloads/zum_leben_erwacht.pdf
In dieser Zeit entwickelten sich meine Vorstellungen von einem bewussten, gesunden, glücklichen und rundum gelungenen Leben. Zunächst trug ich mich mit dem Gedanken, ein Buch darüber zu verfassen. Doch dann entdeckte ich das Internet als ideale Spielwiese für mich. Da ich festgestellt hatte, dass sich im Prinzip alles, was wir so den lieben langen Tag tun, unter drei Kategorien einordnen lässt, war der Name schnell gefunden, unter dem ich auftreten wollte: Leben Lernen Lieben.
Meine ersten Gehversuche im Netz der Netze fanden bei Freenet statt, wo ich ein kostenloses Blog startete. Meine damaligen Einträge sind noch heute unter http://leben-lernen-lieben.log.ag zu finden. In dieser Zeit habe ich viel über HTML & Co. gelernt. Doch freiheitsliebend, wie ich nun mal bin, genügte mir das auf Dauer nicht. Es musste etwas Eigenes her, und so erblickte am 1. Januar 2005 die Seite www.leben-lernen-lieben.de das Licht der Welt. Es war anfangs eine statische HTML-Seite, die sich aber schon mit den meisten Themen befasste, die Du auch heute wieder in meinem Blog finden kannst.
Was mir da fehlte, war der Kontakt zu meinen Lesern. Ich hatte zwar ein Gästebuch eingebaut, aber das allein brachte mir nicht den Austausch, den ich mir immer mehr wünschte. So beschloss ich, wieder zur Form des Blogs zurückzukehren, mit der ich ja bereits gute Erfahrungen gesammelt hatte. Zunächst richtete ich mir ein fremdgehostetes sogenanntes Design-Blog mit der Domain www.lebenlernenlieben.de ein, das auch guten Zuspruch fand. Dann meldete sich wieder mein Ehrgeiz, mein „eigenes Ding“ zu machen und meiner Kreativität mehr Spielraum geben zu können. Es wurde Zeit für ein eigenes WordPress-Blog. Am 3. Juli 2009 ging mein erster Artikel online: Was ist Achtsamkeit? Der Rest ist Geschichte ;-)
Worüber ich schreibe? Im Großen und Ganzen will ich mit meinen Beiträgen das ins Blickfeld rücken, worauf es meiner Ansicht nach in den einzelnen Bereichen des Lebens wirklich ankommt. Mit meinen Texten und Bildern möchte ich in Dir, in meinen anderen Leserinnen und Lesern und auch in mir selbst immer wieder den Wunsch nach einem lebendigen Leben wecken. Sie sollen uns dazu ermuntern, unser eigenes Leben mit wachem Interesse zu beobachten, es zu verstehen und voll anzunehmen, so wie es sich uns zeigt.
Dazu nähere ich mich dem Leben und der Liebe aus ganz unterschiedlichen Richtungen, die sich in den von mir gewählten Themenbereichen widerspiegeln, die von A wie „Achtsam leben“ bis Z wie „Zuversichtlich leben“ reichen. Wobei mir gerade auffällt, dass es letztere Kategorie noch gar nicht gibt. Ich werde also in den nächsten Tagen mal etwas über den gerade in der heutigen Zeit sehr wichtigen Optimismus schreiben. Drei besonders wesentliche Themen könntest Du unter den „drei großen G“ zusammenfassen: Gesundheit, Glück und Glaube (in meinem Fall ist ganz allgemein Spiritualität gemeint). Ich schreibe über die Dinge, die diese drei Bereiche meiner Ansicht nach am besten fördern und über das, was ich selbst dafür tue.
Zu meiner Motivation kann ich nur sagen, dass es mir ganz einfach einen riesigen Spaß macht und dass ich die Welt ein klein wenig besser zurücklassen möchte, als ich sie angetroffen habe, wenn das möglich ist. Es bereitet sehr viel Freude, wenn man anderen Menschen schöne Momente verschaffen und ihnen die eine oder andere Erkenntnis vermitteln kann. Das allein ist für mich schon Grund genug, mich immer mal wieder hinzusetzen und einen Artikel zu schreiben, ein Video zu produzieren oder meinen Zuhörerinnen und -hörern eine kleine Geschichte vorzulesen. - Was ist Ihr Lieblingszitat?
- Oh je, da gibt es sehr viele. Das kommt ganz auf das Thema an. Über allem könnte vielleicht das folgende stehen: „Das Leben ist das, was wir aus ihm machen. So war es immer, und so wird es immer sein.“ Grandma Moses
- Was war das letzte Buch, das Sie gelesen haben?
- "Glücklicher" von Tal Ben-Shahar: http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3442155851/lebenlernenli-21
Darin erklärt der bekannte Harvard-Dozent, wie wir das Glück erlernen können. Am meisten hat mich sein einfaches und leicht nachzuvollziehendes Konzept fasziniert, das im Grunde nur auf zwei Punkten aufbaut: Lebensfreude und Lebenssinn. Wenn diese beiden Faktoren gegeben sind, dann sind wir rundum zufrieden mit uns und unserem Leben. - Wie viele Punkte haben Sie in Flensburg?
- Momentan keine, doch wer weiß, was noch kommt ;-)
- Wie viel Geld tragen Sie gerade bei sich?
- Genug, um mir das leisten zu können, was ich hier und jetzt zum Leben brauche.
- Mit wem würden Sie gern mal Essen gehen und warum?
- Mit Neale Donald Walsch, dem Autor der Bestsellerreihe "Gespräche mit Gott". Er hat das Weltbild von vielen Menschen total auf den Kopf gestellt, vor allem im Bereich Spiritualität. Und dabei sind alle seine Gedanken so klar und einleuchtend, dass man beim Lesen das Gefühl hat, man hätte auch selbst darauf kommen können. Der einzige Unterschied: Er hatte den Mut, es auch aufzuschreiben.
- Wie sieht Ihr perfektes Wochenende aus?
- Das habe ich gerade hinter mir. Ich war vom vergangenen Freitag bis Montag bei einem Freund in Bad Liebenzell, einer wirklich herrlichen Gegend im Nordschwarzwald. Wir hatten ein paar wunderbare Stunden in der Natur und im Thermalbad. Der Höhepunkt war aber das Sprungbrettseminar von Eugen Simon in Böblingen, das am Samstag und Sonntag stattfand. Ich werde in meinem Blog noch ausführlich darüber berichten. Informationen dazu finden Sie hier: http://www.gedankendoping.de/shop/product_info.php?ref=5743&products_id=996&affiliate_banner_id=13
- Was war Ihre schlimmste Sünde?
- Nicht von Anfang an das Leben gelebt zu haben, das ich mir immer gewünscht habe und nach dem meine Seele sich sehnte.
- Was wollten Sie schon immer mal gern gefragt werden?
- Hm, gute Frage. Vielleicht: Was ist Ihnen wichtig?
- Und was antworten Sie auf diese Frage?
- Wie jeder Mensch habe auch ich im Laufe meines Lebens bestimmte Wertvorstellungen für mich entwickelt. Viele davon habe ich auf meinem Lebensweg von außen vermittelt bekommen: Von meinen Eltern, Erziehern, Lehrern, von meinen Freunden, Partnerinnen, Kollegen, Vorbildern und anderen Mitmenschen. Alle hatten und haben ihre eigenen Lebensregeln und viele davon sind zum Teil noch heute tief in mir verwurzelt und ich orientiere mich nach wie vor an ihnen. Doch um mich wirklich selbst zu erkennen, um mich weiterzuentwickeln, um wirklich ich selbst zu sein und mich schließlich auch so zu lieben, wie ich bin, ist es erforderlich, dass ich mir im Klaren darüber werde, was mir selbst wirklich wichtig ist. Nur dann kann ich Erfüllung finden.
Ich selbst habe folgende Werte für mich gefunden:
1. Liebe/Menschlichkeit
2. Dankbarkeit/Zufriedenheit
3. Gesundheit/Wohlbefinden
4. Frieden/Harmonie
5. Freiheit/Selbstbestimmung
6. Klarheit/Ehrlichkeit
7. Freude/Genuss
8. Wissen/Weisheit
9. Kreativität/Wachstum
10. Natur/Verbundenheit
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