S Johnson-Wozowiecki
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Interview mit:

S Johnson-Wozowiecki

http://johnsonlab.de
Wer sind Sie und was machen Sie?

Ich bin Johnson - so nennen mich meine besten Freunde seitdem ich 16 bin - und ich starte gerade mit Ruslan und Daniel eine Agentur für digitale Strategien. Wir haben sie TBO interactive genannt, weil wir aus Berlin sind - TBO steht für The Berlin Office - und weil wir die Mischung aus Professionalität und Kreativität, die hier möglich ist, sehr schätzen.
Welche Person hat Ihr Leben besonders beeinflusst? Haben Sie so etwas wie ein Vorbild?
Luis Buñuel. Er war der einzige Mensch, der für mich richtiggehend zum Idol wurde.
Geschafft hat er das mit seinen Filmen L'Âge d'Or und El ángel exterminador, und mit seiner Autobiografie "Mein letzter Seufzer".
Ich wäre so gerne Mitglied des "Orden von Toledo" geworden, den er dort beschreibt. In Priesterkleidern nach Toledo fahren, sich dort anständig betrinken, Gott treffen, und wieder nach Hause fahren. Großartig.
Was würden Sie tun, wenn Sie ein Jahr lang nicht für Ihren Lebensunterhalt arbeiten müssten?
Im Atelier arbeiten.
Was war das Verrückteste, das Sie je getan haben?
Die Leitung für "X94, das grösste Festival für junge Kunst + Kultur, dass es je gegeben hat" zu übernehmen.
Wir waren damals 12 Hochschulabsolventen, die an der Akademie der Künste (unter Walter Jens als Präsident und mit Christian Kneisel als Chef des Teams) die Chance bekommen hatten, 50 Tage lang über 270 Veranstaltungen und 20 Ausstellungen aus allen Kunstsparten auf die Beine zu stellen.
Das Verrückteste war es, weil wir neben dem Festivalwahnsinn auch privat in alle möglichen Abenteuer und Grenzerfahrungen geschliddert sind.
Würden Sie irgendetwas anders machen, wenn Sie Ihr Leben noch mal von vorn beginnen könnten?
Menschwerdung ist ja nicht abkürzbar. Der Zauber der Existenz liegt nunmal gerade im Gehen, Schlittern, Stolpern, Tanzen. Etwas besser machen zu wollen, hieße, den Zauber beleidigen.

Streicht man das und verlangt eine Antwort, ich könnte nur sagen: Mach doch, was Du willst! Und fang damit gleich an. Der Klassiker also.
In welcher Fernsehsendung wären Sie gerne einmal Gast?
Ich hätte wahnsinnig gerne mal einen Auftritt bei Monty Pythons Flying Circus gehabt.
Wie viele Punkte haben Sie in Flensburg?
0
Welchen Film haben Sie zuletzt gesehen?
Surrogates.
Mit wem würden Sie gern mal Essen gehen und warum?
Mit Richard von Weizsäcker, weil ich ihn in als Staatsmann großartig fand / finde.
Wo haben Sie Ihren schönsten Urlaub verbracht?
In Afrika. (Tanzania, Kenya).
Wie oft sind Sie durch die Führerscheinprüfung gefallen?
Einmal.
Was wollten Sie schon immer mal gern gefragt werden?
Ob ich nicht Lust hätte, einen beeindruckenden Ort zu schaffen, an dem die kreative Energie der Menschen, die unsere Zeit am stärksten prägen, nachvollziehbar und erlebbar wird.
Und was antworten Sie auf diese Frage?
Aber sofort.

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