Ruprecht Frieling aka Prinz Rupi
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Interview mit:

Ruprecht Frieling aka Prinz Rupi

http://www.RuprechtFrieling.de
Wer sind Sie und was machen Sie?

Ich bin gelernter Fotograf und Redakteur und war mehrere Jahrzehnte als Chefredakteur, Autor und Verleger tätig. Bis heute habe ich 24 Bücher veröffentlicht und betreibe unter dem Nick »Prinz Rupi« mehrere Blogs sowie das Rezensionsportal literaturzeitschrift.de.
Was bedeutet das Internet für Sie?
Das Internet bietet die wahnsinnige Chance, als Autor oder auch als Verlag über Nacht bekannt zu werden, und zwar ohne millionenschwere Marketingmaschinerie. Darin liegt das eigentlich Innovative unserer Zeit. Zugleich wird die Radiotheorie Bertolt Brechts im Internet wahr: Jeder ist Empfänger, und jeder ist zugleich Sender.

Schießlich gefällt mir die Initiative, Wissen (kosten)frei verfügbar zu machen. Wikipedia und auch die Barcamps gehen dabei voran. Wer hätte jemals gedacht, dass so viele kompetente Autoren sich zu einem gewaltigen Netzwerk zusammen finden, um unentgeltlich ihr Wissen zu vermitteln?
Wie sieht Ihr Traumjob aus?
Meinen Traumjob habe ich im Schreiben gefunden!

Schreiben gibt dem Leben einen Sinn. Schreiben beschert Glück. Schreiben ist Balsam für die Seele. Schreiben besiegt Angst. Schreiben kann heilen. Schreiben ist ein Signalfeuer der entwickelten menschlichen Seele. – Herz, was willst du mehr?
Können Sie einen Witz erzählen?
Ein Journalist fragt den berühmten Kriminalschriftsteller: »Welches halten Sie ganz persönlich für Ihr raffiniertestes Werk?« – Darauf schmunzelt der Autor: »Meine Steuererklärung!«
Was war das Verrückteste, das Sie je getan haben?
Das war der Aufbau des Verlages Frieling & Partner, der als erster Druckkostenzuschussverlag in Deutschland offen auftrat. Alle Branchenteilnehmer erklärten mich anfangs für verrückt, als ich mit der Losung »Verlag sucht Autoren« auftrat. Im Ergebnis veröffentlichte ich in den 20 Jahren zwischen 1983 und 2003 mehr als zehntausend Texte neuer Autoren. Davon erschienen rund dreitausend in Einzelbüchern. Henryk M. Broder schenkte mir in einem SPIEGEL-Bericht das Kompliment: »Es ist das schrägste, originellste und individuellste Verlagsprogramm weit und breit. Und kein anderer Verleger hat so viele Autoren glücklich gemacht«.
Wenn Sie noch einen Tag zu leben hätten, was würden Sie tun?
Dem Leben danken, dass es mich so lange aktiv mitgestalten ließ und mir die Freundschaft mit vielen großartigen Menschen schenkte.
Hatten Sie schon einmal ein Blind Date?
Nahezu täglich: jede Begegnung mit einem neuen Leser ist ein spannendes Blind Date mit ungewissem Ausgang.

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